Das neue (hoffentlich für alle sehr erfolgreiche) Jahr hat gerade erst begonnen und sofort trafen sich die ersten Anhänger des
Judosports in der Trainingshalle des VfL Riesa zum Selbstverteidigungsworkshop des Judoverbandes Sachsen. Der Referent für Lehr- und
Prüfungswesen Norbert Fahrig hatte hierzu mit Ulrich Häßner einen der wohl kompetentesten Fachmänner auf dem Gebiet der
Selbstverteidigung im JVS als Dozenten gewinnen können. Ulrich Häßner, Kampfrichterreferent des JVS, ist beruflich seit über
zwanzig Jahren im Polizeidienst tätig und in den letzten Jahren mit der Selbstverteidigungsausbildung der Gesetzeshüter betraut
Knapp 40 Sportler aus ganz Sachsen folgten der Ausschreibung und bereuten die Reise nach Riesa nicht. In einem äußerst kurzweiligen
Lehrgang verstand es Ulrich Häßner zum einen das Interesse an der Selbstverteidigung zu wecken, interessante Techniken zu zeigen,
typische Anfängerfehler schon im Keim zu ersticken und wichtige Hinweise für die Demonstration der Selbstverteidigung bei den
Danprüfungen zu geben. Unter dem Motto „Selbstverteidigung nach JVS-Vorgaben“ wurden waffenlose und bewaffnete Angriffe vereitelt
und zum Üben angeleitet, wobei sein Demonstrationspartner Johannes Grahl die eine oder andere sehr unangenehme Situation hinnehmen „
durfte“. Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmer die Ausführungen zu den grundlegenden Schwerpunkten Distanzverhalten,
Körpersprache und Verteidigungsbewegung. Mit einer schier unglaublichen Fülle an Demonstrationen und Lösungsmöglichkeiten ließ
Ulrich Häßner keine Langeweile aufkommen und so vergingen die fünf Stunden des Lehrganges wie im Fluge. Die einhellige Meinung
der Teilnehmer war überaus positiv und so wird es nach den Landesseniorenspielen im vergangenen September auf Initiative des SSV
Torgau den nunmehr dritten Selbstverteidigungslehrgang binnen eines Jahres mit Ulrich Häßner geben. (Termin stand bei Redaktionsschluss
noch nicht fest).
Zum Abschluss des Lehrganges dankte Norbert Fahrig dem Dozenten für die Weitergabe seines Fachwissens und den Teilnehmern für die
engagierte Mitarbeit. Gleichzeitig verwies er nochmals darauf, dass neben diesem Selbstverteidigungslehrgang weitere vielfältige
Module und Lehrgänge zur Weiterbildung im Judoverband angeboten werden, sodass sich jeder die interessantesten Angebote individuell
zusammenstellen kann.
Der überaus gelungene Tag wurde mit einem großen Dankeschön an den ausrichtenden VfL Riesa,
insbesondere an die Damen der Verpflegung, beschlossen und so wurde nach Beendigung des Lehrganges das Erlernte bei
Kaffe und Kuchen noch einmal verinnerlicht.