Die Jungs vom JSV Eilenburg haben für eine gemütliche und familiäre Atmosphäre gesorgt. Kaffee, ein lockeres Einführungs-Statement von Norbert und irgendwie ist es schön,
mal wieder ein paar Leute zu treffen, die man eben nur bei solchen Gelegenheiten sieht. Und es ist dann auch Olaf Busch mit seinen, zugegeben, sehr hilfreichen und
interessanten Ausführungen zu den rechtlichen Fallstricken des Trainerlebens nicht gelungen, uns zum „Nachhausegehen“ zu bewegen – ich glaube, das war auch nicht seine
Absicht. Die anschließenden theoretischen Ausführungen von Norbert Fahrig zu Kata sowie die praktischen Übungen von Uwe Riedel zu Technikvarianten im Boden, Tomoe-Nage
und vor allem zur Hikomi-no-kata, haben uns schnell in den schönen Judo-Alltag zurückgebracht. Nach den technisch anspruchsvollen und fortgeschrittenen Themen hat uns am
Nachmittag Susann Kloss in die Welt des Anfängerjudos versetzt. Dinge, die für uns normal sind, erscheinen den Zwergen eben unerreichbar. Umso wichtiger sind Anregungen
und Tipps, wie die von Susann für diejenigen, die regelmäßig mit den ganz Kleinen arbeiten. Dass wir damit eines der wichtigsten Themen im Judotrainer- Repertoir behandeln,
soll doch noch mal erwähnt werden. Hier legen wir die Basis für unseren Sport. Nach einem anstrengenden Samstag war die letzte Einheit mit Stefan Zörner zu Stretching in
Theorie und Praxis geschickt im Ablauf gewählt. Hat sich da etwa jemand Gedanken gemacht? Wenn nicht – müssen wir es ja niemandem verraten! Aber dass die Nachfrage zu
Stefans Script am nächsten Morgen doch sehr umfangreich war, darf doch erwähnt werden. Und auch die letzte Einheit am Sonntag verging, trotz des Umfangs von 6
Unterrichtseinheiten, wie im Flug. Maria Schneehardt und Roman Schulze informierten uns über Trends im Spitzensportbereich und erläuterten uns die Entwicklung einer
individuellen Kampfkonzeption. Anschließend haben wir in Arbeitsgruppen Handlungskomplexe zu unterschiedlichen Techniken, variiert in gleicher und gegengleicher
Kampfauslage, erarbeitet. Wenn ich über meine U12 nachdenke, habe ich mit der IKKZ so meine Probleme. Mein Bestreben liegt darin, den Kindern eine möglichst breite und
allgemeine Basis des Judo zu vermitteln. Die Intention der Landestrainer, dass sie möglichst Jugendliche aus dem Breitensportbereich übernehmen möchten, die eine eigene
IKKZ vorweisen, ist zu verstehen. Die Folge einer Arbeit mit der IKKZ ist aber eine sehr frühe Spezialisierung...
Meine Trainerkollegin hat in einem Rückblick auf den Lehrgang gesagt: „Es war ein interessanter und wichtiger Einblick in die Arbeit der Landestrainer“. Das kann man, glaube
ich, unbestritten so stehen lassen und Maria und Roman für ihr hervorragendes Seminar danken. Die Art der Zusammenarbeit mit den Landestrainern ist für beide Seiten
zielführend und sollte so beibehalten werden.
Frank Robrecht
im Namen der Teilnehmer