Archiv 2007

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Dezember

Bronzemedaille für JCL-Mädchen

Am vergangenen Sonntag fand in München die Deutsche Vereins-Mannschaftsmeisterschaft der Frauen u17 (DVMM) statt. Nach Titelgewinn 2005 und Platz drei im vergangenen Jahr, konnten sich die U17-Mädchen des Judoclub Leipzig erneut die Bronzemedaille sichern und machten es damit ihren älteren Vereins-Vorbildern nach, die ja bekanntlich beim Bundesliga-Finale der Frauen ebenfalls die Bronzemedaille erkämpften.
Durch die souverän erkämpfte Qualifizierung für die DVMM (durch Platz 1 bei der Mitteldeutschen Meisterschaft am 04.11.07) gab es in München ein Erstrunden-Freilos. Danach standen das JCL-Team dem SV Wettstetten aus Bayern gegenüber. Den 3:2-Sieg sicherten Anne Ritt, Maria Zimmermann und Lisa Köberling. Unentschieden kämpften Susi Schreiter und Svea Schwäbe jeweils gegen starke nationale Konkurrentinnen.
Im folgenden Halbfinale kämpften die JCL-Mädchen dem Titelverteidiger aus München-Großhadern: Leider unterlagen sie trotz Siegen von Anne Ritt, Svea Schwäbe und Maria Zimmermann denkbar knapp mit 3:4 gegen das topbesetzte Münchner Team, dass sich mit einigen Nationalkaderathletinnen als Gaststarterinnen verstärkt hatte.
Im folgenden Kampf um die Bronzemedaille ließen die Mädchen um Trainer Markus Jähne nichts anbrennen, siegten 5:2 über KimChi Wiesbaden und konnten somit bei der anschließenden Siegerehrung über den vierten Medaillengewinn in Folge jubeln.
Unter den 13 für die DVMM qualifizierten Teams waren die JCL-Mädchen damit das einzige ostdeutsche Team, welches sich im Vorderfeld platzieren konnte.

Im JCL-Team standen:

-44kg: Lisa Köberling
-48kg: Svea Schwäbe
-52 kg: Maria Zimmermann, Tina Kiesewtter
-57kg: Susi Schreiter, Claudia Simon
-63kg: Anne Ritt, Marie Branser
-70 kg: Anna Hiller
+70kg: Susann Killge Markus Jähne ( verantw. Trainer)

Mitteldeutscher Pokal 2007

Unter diesem Namen letztmalig ausgeschrieben, wurde der Mannschaftswettbewerb zu einem vollem Erfolg. Angedacht ist das Turnier für Nachwuchssportler im Frauenbereich, um die Wettkampfszene im 2. Halbjahr des Sportjahres zusätzlich zu bereichern. Viele 1. und 2. Bundesligavereine haben Sportlerinnen auf ihren Meldelisten stehen, die in der Buli-Saison nie zum Einsatz kommen. Der Pokal bietet für die Judoka eine Chance, sich außer bei anstehenden Meisterschaften in einem zusätzlichen Turnier profilieren zu können. Gleich welche Platzierungen hier am Ende zu Buche standen alle Teams haben hervorragend gekämpft. Das Hamburger Judo-Team mit dem Trainer Siegfried Urschel, besiegte so z.B. im Pool B - zwar nur sehr knapp - die Kämpferinnen vom JCL.Im Pool A setzte sich die PSG Brandenburg vor dem PSV Weimar an die Spitze. Das war aber auch eine Zitterpartie, denn der PSV Leipzig hatte den Brandenburgern erst  toll zugesetzt und musste sich in der Vorrunde mit nur  4:3 geschlagen geben.Der 5.Platz wurde bei diesem Pokalturnier ausgekämpft und hier hatten die Sportlerinnen von Coach Bernd Pissoke die berühmte Nase vorn.Die jeweils zwei Erstplatzierten der Poole A und B kämpften über Kreuz die Finalpartner aus und die Verlierer hatten sich automatisch den 3. Platz gesichert.Wieland Gutzeit und Mike Göpfert packten etliche Joker aus und auch Wolfgang Zuckschwerdt hatte so manches Ass in seiner Mannschaft. Spannende Kämpfe waren nun das Fazit. So kam es auch nicht von ungefähr, dass sich im Finale dann die Teams vom Hamburg und dem JCL  gegenüberstanden.Maria Schneehardt - in Vertretung von Detlef Quick machte ihren Job alle Ehre und führte das junge Team zum 4:3 Sieg. Am Rande des Geschehens erzählte Wolfgang Zuckschwerdt  Episoden seiner zweieinhalbjährigen Tochter über den Umgang mit den vielen Tieren auf dem Bauernhof Köppen/Zuckschwerdt und die Hamburger Sportfreunde hatten am Abend zuvor die Leipziger Innenstadt unsicher gemacht. So gab es keine Frage 15.11. 2008 kommen wir wieder der einhellige Tenor zur Siegerehrung.

 

In dem Zusammenhang auch eine Referenz an die PSV Leipzig Coachs Rainer Hartmann und Guido Born die mit ihren Helfern eine perfekte Ausrichtung des Pokales hinlegten.


1. Platz: Judoclub Leipzig
2. Platz: Hamburger Judo Team
3. Platz: PSG Brandenburg
3. Platz: PSV Weimar
5. Platz: RBS Leipzig
6. Platz: PSV Leipzig

 

Rainer Spindler

Oktober

Europameisterschaft der U20 in Prag - 3. Tag

Denis Herbst ist Europameister!

Dino Pfeiffer gewinnt Silber. Damit erreichen die deutschen Athleten bei der Junioren-EM 2007 Gold, Silber und

vier Mal Bronze.

Im Finalkampf der 100-Kilo-Klasse stand nach 2:51 min die Halle in Prag Kopf. Nach einem lehrbuchreifen Uchi-mata von Denis Herbst gegen seinen ukrainischen Gegner Razmik Tonoyan jubelten alle Mannschaftsmitglieder und vor allem die vielen mitgereisten Fans aus Leipzig mit Denis um die Wette. Er ist in diesem Moment Europameister geworden. Dabei sah es anfangs gar nicht so gut aus. Gleich nach knapp über einer Minute Kampfzeit gabs einen Yuko für den Ukrainer und nach einer reichlichenweiteren Minute für einen Abtaucher noch einen Yuko drauf. Denis musste also aufholen. Aber 20 Sekunden später drehte er den Spieß um und brachte einen Uchi-mata sauber durch. Ippon und damit der Europameistertitel für Denis. Auf dem Weg ins Finale dominierte er bereits alle Kämpfe sehr souverän. Seinen ersten Kampf gewann er taktisch diszipliniert und gewann mit Yuko für zwei Bestrafungen (Inaktivität und Herunterziehen) seines Gegners.
Der zweite Kampf war nach einer Minute beendet. Denis gewann mit einer Haltetechnik.
Sein Halbfinale war wohl der stimmungsvollste Kampf dieser Europameisterschaft. Gegen den Lokalmatadoren Lukas Krpalek aus Tschechien standen sich auch zwei Fanlager gegenüber. Die tschechischen Zuschauer auf der einen Seite und Denis´ "persönlicher" Fanblock auf der anderen Seite.
Denis selbst resümiert nach dem Wettkampf, dass dies auch für ihn der schwerste Kampf war.
Der Tscheche ist schwer zu kämpfen, auch unangenehm und so mehr der hektische Typ - das liegt mir nicht so. Aber Denis gewann gegen ihn genauso wie bereits in Bremen und stand damit im Finale.

Insgesamt erreichten die deutschen Athleten Gold, Silber, vier Mal Bronze, einen fünften, zwei siebente und zwei neunte Plätze. Von 14 Athleten platzierten sich damit elf Sportler.
Deutschland belegt mit diesem Ergebnis Platz 5 in der Länderwertung.
Mit jeweils drei Siegern sind Frankreich und Russland die erfolgreichsten Länder.

 

(Quelle+Fotos: Birgit Arendt)

September

Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro und ein super 7.Platz durch Robert Gess

Der zweite Tag der WM in Rio war organisatorisch nicht viel anders, als man es vom ersten Tag gewohnt war. Tolle Halle, auch gute Kämpfe und super Stimmung, aber das organisatorische Rundherum ließ sehr zu wünschen übrig.

Nur wenige Versorgungsstände, rund um die Halle keinerlei Infrastruktur, die ein Ausweichen nach draußen sinnvoll gemacht hätte, langes Warten und Unterbrechungen des Wettkampfgeschehens und nur wenige Infos. Nicht mal T-Shirts, Souvenirs oder anderes gab es zu kaufen.

Großer Kritikpunkt von vielen Seiten: kein Internetzugang und damit auch keine Infos live nach draußen, obwohl alles vorbereitet war und ippon.org nur den Zugang brauchte.
Sicher messen wir solche Veranstaltungen immer mit den deutschen Top-Events in Hamburg und Braunschweig, aber schließlich ist es auch eine Weltmeisterschaft.

Der fernsehtechnische Hauptabnehmer Fuji-TV bestimmt den kompletten Zeitplan und so finden die Finals erst abends ab 20:45 Uhr Ortszeit statt – schließlich will man die Fernsehkost in Fernost nicht zu nachtschlafender Zeit präsentieren. Sandras Siegerehrung fand dann kurz vor Mitternacht statt, es war die erste der vier möglichen am ersten Wettkampftag.

Genug der Kritik, denn trotz alledem ist eine WM mit einem besonderem Flair verbunden, die Besten der Besten sind am Start, das brasilianische Temperament lässt die Halle kochen insbesondere bei Erfolgen der einheimischen Sportler und so gab es nicht nur gutes Judo zu sehen, es waren auch alle derzeit aktiven Stars in Rio.
Entsprechend groß waren die Teilnehmerfelder. In der 81-Kilo-Klasse starteten zum Beispiel 69 Sportler, selbst im Männer-Schwergewicht waren es ja sogar 46. Es nehmen Sportler aus 138 Ländern teil.

Der Tag begann mit dem unglücklich verlorenen Kampf von Annett Böhm recht erschreckend. Sie führte fast den ganzen Kampf gegen die Französin Gevrise Emane (Europameisterin 2006 und 2007 und dann später auch Weltmeisterin 2007) und hatte schon fast den Auftaktkampf sicher, da wurde sie Sekunden vor Schluss noch gekontert und verlor. Diese Niederlage war bitter und es gab ein langes Bangen um die weitere Turnierteilnahme. Aber die Französin Gevrise Emane löste ihre Aufgabe, wurde Poolsiegerin und Annett kam damit in die Trostrunde. Dort gewann sie noch einen Kampf, musste sich aber der Ungarin Annett Meszaros beugen und beendet damit die WM als Neunte.
(Quelle: Birgit Arendt) Am dritten Tag war dann Robert am Start, nach Siegen gegen den Serben Mijalkovic und dem Slowenen Jereb durch einen wunderschönen Seoi-Nage stand er dem Ungarn Akos Braun gegenüber. Aber auch der amtierende Weltmeister war für Robert an diesem Tag kein Problem. Erst im Poolfinal musste er sich dem Aserbaidschaner Manmmadli geschlagen geben, war damit aber schon sicher in der Trostrunde. Dort konnte er noch den Kanadier Tritton bezwingen. Erst im Kampf ums direkte Olympiaticket nach Peking wurde Robert von Kevkhishvili aufgehalten, belegte damit aber einen super erkämpften 7. Platz und wurde seiner kurzfristigen Nachnominierung aufgrund der Verletzung von Mario Schendel (Potsdam) mehr als gerecht.

Insgesamt sind die Ergebnisse für die deutschen Judokas sehr schlecht ausgefallen. Lediglich Sandra Köppen-Zuckschwerdt (3.Platz, +78kg)  und Anna von Harnier (5.Platz, -63kg) konnten sich direkt für die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren. Der Rest der deutsche Mannschaft muss jetzt versuchen den Weg nach China über die Rangliste der EJU zu erreichen. Mit Yvonne Bönisch und Robert Gess gab es noch zweimal Platz Sieben.

Ergebnisse und Listen

Erster Techniktag für erfahrene Judokas des JVS

Am Sonnabend den 08. September trafen sich die erfahrenen Judokas des Judoverbandes Sachsen zum Techniktraining im Zentraldojo des Chemnitzer Polizeisportverein im Sportforum. 11 Teilnehmer aus allen drei Sportbezirken der Altersklasse Ü35 waren der Einladung des Verbandes gefolgt und konnten unter sehr guten Bedingungen dem Laster Judo in aller Ruhe frönen. Mit dieser Veranstaltung möchte der JVS einer sehr erfreulichen Entwicklung Rechnung tragen. In den letzten Jahren fanden immer mehr ältere Judoka wieder auf die Tatami zurück. Dies zeigt sich an den Teilnehmerzahlen bei den aller zwei Jahre ausgetragenen Landesseniorenspielen oder an dem wachsenden Kämpferkreis bei den seit vier Jahren veranstalteten Landesmeisterschaften der Senioren. Auch wächst das sächsische Teilnehmerfeld bei Senioren Welt- und Europameisterschaften oder den Deutschen Meisterschaften der Ü30 kontinuierlich. Unter den älteren Sportlern bilden sich zunehmend zwei Richtungen heraus – Teilnehmer an Wettkämpfen sowie Judo ohne Wettkampfbetrieb. Diese wachsende Bedürfnisse weiter zu fördern liegt im Interesse des Landesverbandes.
Gleich nach der Begrüßung demonstrierte JVS-Breitensportreferent Klaus Büchler eine neue alte Kata, wie sie auf der Welt nur noch wenige alte japanische Judoka beherrschen. Originalmaterial zu dieser Kata gibt es leider nicht mehr, sie existiert nur noch in der Erinnerung. DJB-Kata-Beauftragter Klaus Hanelt brachte von seiner letzten Japanreise eine DVD von dieser Kata mit. Zwei betagte Judoka demonstrieren die Kata, bei der nicht geworfen wird und alle Techniken mit dem Tzukuri enden. Klaus Hanelt hat dazu ein Buch veröffentlicht, dass er für Trainingszwecke zur Verfügung stellt und das auch Lehrstoff der Trainingseinheit war. Auch wenn die einzelnen Elemente zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig sind so bringen sie neue Impulse ins Training. 6 der 12 Elemente erlernten die Teilnehmer in der ersten Trainingseinheit. Später schaute man sich noch die DVD im Unterrichtsraum an. Durch ihre ruhige und Niederwurf freie Form empfiehlt Nach dem reichhaltigen Mittagsbuffet in der Vereinskantine des CPSV ging es zur zweiten Trainingseinheit wieder auf die Tatami. JVS-Vizepräsident Ramon Pink zeigte Problemlösungen bei Standardsituationen im Bodenkampf. Neben den klassischen Befreiungstechniken aus Beinklammern wurden mit einem Augenzwinkern auch wirksame Methoden heiß diskutiert, die der Kampfrichter nicht unbedingt sehen sollte, die aber ins Repertoire eines „erfahrenen Judoka gehören.
Laut Ausschreibung sollte in der dritten Einheit der Chemnitzer Seniorenweltmeister Burghardt Daßler seine Wettkampftechniken vorführen. Leider musste Burghardt wegen einer Kiefernoperation absagen. Aber nach insgesamt drei Stunden intensiven Training war bei einigen die Lust auf Judo zumindest für diesen Tag ohnehin gestillt. r.p.

August

Annett Böhm schlägt Weltmeisterin Edith Bosch (Niederlande) !

Fast die gesamte europäische Judo-Spitze traf sich zum letzten Turnier vor den Weltmeisterschaften des Jahres 2007, der wichtigsten Qualifikationsmaßnahme für die Olympischen Spiele 2008.Mit einer souveränen Leistung erkämpfte Annett Böhm (JC Leipzig) bei den hervorragend besetzten ( 514 Aktive aus 45 Ländern) einen der vier deutschen Siege.
Nach einem superschnellen Auftaktsieg gegen die Schweizerin Stephanie Egger mit einem herrlichen Uchi-Mata wurde die starke Amerikanerin Ronda Rousey niedergekämpft, bevor ihr im Kampf um den Poolsieg die amtierende Weltmeisterin Edith Bosch (Niederlande) gegenüberstand. Fast mit dem Schlussgong erzielte nach einem taktisch hochklassigem Gefecht Annett die entscheidende Wertung. Im Kampf um den Einzug in das Finale wurde die erfahrene Engländerin Sarah Clark mit Yuko bezwungen. Im Finale gelang der Glauchauerin mit einer spektakulären Kombination gegen Marie Pasquet der vorzeitige Ippon. Mit dieser Leistung zeigte Annett, das sie, wie die anderen deutschen Frauen, auf gutem Kurs für die vom 13.-16.September in Rio de Janeiro stattfindenden Welt-Meisterschaften ist. 

Weitere Platzierungen für den Judoverband Sachsen erkämpften Gabi Teichmann und Fabian Hubert, jeweils mit dem (5.Platz) und Kerstin Thiele mit Platz 7. 

Alle Ergebnisse, Listen und Fotos von den Wettkämpfen des Wochenendes auf:

www.judo-idem.de    (Veranstaltungsseite)

www.judobund.de     (DJB-Homepage)

www.ippon.org    (Ergebnisse, Statistik)

Von den Wettkämpfen wurde eine Fernsehproduktion erstellt, die ab Montag über das Internet auf den Seiten: www.speedup-tv.com und www.judo-tv.com  angesehen werden kann.

Nähere Informationen zu den Sendezeiten auf www.judobund.de

Lutz Pitsch

Juli

Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen der Jugend

Riesen-Erfolg für die JCL-Nachwuchskämpferin
Svea Schwäbe beim EYOF in Belgrad

Sveas Kampf um die Bronzemedaille
Womit kaum einer gerechnet hat, ist eingetreten:
Beim internationalen Wettkampfhöhepunkt der U17, dem nur aller zwei Jahre stattfindenden European Olympic Youth Festival (EYOF) konnte sich die 16jährige Sportschülerin Svea Schwäbe die Bronzemedaille erkämpfen.
Im Leichtgewicht, der Klasse -44kg, musste Svea, die ihr Judo-Einmaleins bei Matthias Messner in Riesa begann, am Dienstag unter härtesten Bedingungen ran. Bei 45°C im Schatten und ähnlich tropischen Temperaturen in der „New Belgrad Sports Hall“ musste Svea sich durch den schwersten Pool kämpfen:
Im (etwas verhalten geführten) Auftaktkampf siegte Svea gegen die Britin Jackson mit Koka für einen Haltegriff. Im anschließenden Kampf um den Poolsieg stand sie der amtierenden Europameisterin und späteren EYOF-Siegerin Zehir / TUR gegenüber. Hier musste sie sich mit Waza-Ari für eine Abtauchtechnik geschlagen geben. Aber mit enormen Kampfgeist und Siegeswillen kämpfte sich Svea durch die Hoffnungsrunde – mit Siegen über die Polin Sosnowska (5:0) und die Rumänin Kovacs (3:0 im Golden Score).
Siegerehrung
Im Kampf um Platz drei schlug sie dann mit einer taktischen Meisterleistung die ebenfalls in Linksauslage kämpfende Spanierin Figueroa mit Yuko für Harai-Goshi.
Nach diesem sensationellen Bronze-Erfolg war bei Svea und bei ihren beiden mitgereisten „Fans“ (Trainer Markus Jähne und Mutti Katrin Schwäbe waren zur Unterstützung vor Ort…) nur noch Jubel angesagt.
Mit diesem Erfolg hat Svea eindrucksvoll ihre internationale Klasse bewiesen, nachdem sie im vergangenen Jahr bei der EM u17 ebenfalls Bronze erkämpfte, dort allerdings noch -40 kg.

An dieser Stelle noch mal Riesen-Gratulation an Svea!!!!!!!!!!

 

Die Wettkampfliste von Svea gibt es hier...

Juni

8.Landesjugendspiele des Freistaates Sachsen in Dresden ein voller Erfolg!

Die 8.Landesjugendspiele des Freistaates Sachsen, die 2007 in Dresden ausgetragen wurden, wurden vom Judoverband Sachsen zu einem hervorragenden Erlebnis gestaltet!

Besonderer Dank gilt den aktiven Helfern des SV Motor Mickten, allen voran Jörg Pawlasseck, der gemeinsam mit weiteren Dresdener Vereinen, den Mitgliedern der Jugendleitung des JVS und vielen weiteren Sportfreunden ein echtes Judo-Event gestaltete. Am Sonnabend kämpfte der Altersbereich U14 in einem Judo- und Vielseitigkeitswettkampf um die Medaillen. Erfreulich das Niveau der Wettkämpfe, bei denen sich der geforderte Ärmel-Kragen-Griff sehr positiv auf die Vielfältigkeit der angewendeten Techniken auswirkte und ein offensives und gutes Judo zu sehen war. Der eingeschlagene Weg ist richtig und sollte unbedingt beibehalten werden! Die besten Ergebnisse in der Gesamtwertung aller Gewichtsklassen unter Berücksichtigung Wettkampf und Athletik erreichten :

198 Punkte Lisa Müller JC Leipzig -44kg
198 Punkte Nele Köckeritz JC Leipzig -36kg
192 Punkte Lisa Pilarski AC Taucha -52kg
181 Punkte Marcus Edelmann TSV Einheit Süd Chemnitz -34kg
181 Punkte Cassandra Wappler JV Ippon Rodewisch -40kg
Lisa Müller (-44 kg) Nele Köckeritz (-36 kg )bei der Siegerehrung

Die Siegerehrung wurde auch von Svea Schwäbe, Bronzemedaillengewinnern der EM u17 2006 und Starterin bei den Europäischen Olympischen Jugendspielen in diesem Jahr, vorgenommen. Dies war sicher auch ein Ansporn für die ausgezeichneten Sportler und Sportlerinnen.

Trotz der insgesamt guten Ergebnisse muss die in diesem Altersbereich eigentlich sehr gut auszuprägende Beweglichkeit (Spagat!) als eine Riesenreserve gekennzeichnet werden.

Am Sonntag dann ein Riesengewimmel im Micktener Sportcenter. 207 kleine Kämpferinnen und Kämpfer traten zur Judosafari des Deutschen Judo-Bundes an und verließen nachmittags alle mit strahlenden Gesichtern, Safari-Urkunde und Aufnäher sowie fast durchgängig mit dem  T-Shirt der Landesjugendspiele bekleidet, die Sportstätte.

Die Kleinsten
Unsere Braunen Bären

Safari-Chefin Maxi Hüllebrand und Chef-Auswertung Heiko Schöne (mit eigenem Computer-Programm) hatten beste Vorarbeit geleistet. Die Riegenführer der Kängurus, Elefanten, Wasserbüffel, .... hatten die Mannschaften im Griff, so das von Nichtjudoka und Gästen eine herausragende Disziplin gewürdigt wurde.Zusätzlich wurde durch Riesaer Sportfreunde noch das Programm „Judo spielend lernen“ mit den Kindern probiert, was auch bei Eltern und Übungsleitern für viele Anregungen sorgte. Die Kreativteile mit vielen tollen Sachen konnten nach der Bewertung in der Halle bestaunt werden und zeigten, das Judoka nicht nur auf der Matte Spitze sind.

 

 

 

Am Ende der Veranstaltung – 207 Urkunden in einer Spitzenzeit gedruckt – konnten 11 Schwarze Panther, 37 Braune Bären, 60 Blaue Adler, 63 Grüne Schlangen, sowie 34 Rote Füchse bzw. Gelbe Kängurus überreicht werden. 

Sammlung der kreativen Ideen

Immer mittendrin „August der Mattenfeger, der neben der Siegerehrung auch auf der Matte mitmischte, schon am Sonnabend beim offiziellen Wettkampf aber nicht so recht zur U14 passte. 

Wir hoffen, das von den Vereinen viele Impulse mitgenommen wurden, die Scheu oder Skepsis vor der Judo-Safari beseitigt werden konnte. Wünschenswert wäre, wenn der Funke weitergetragen wird, Vereine, die Veranstaltung durchführen und damit auch die kleinen Judoka zu motivieren zu verstehen, die am Wochenende leider nicht teilnehmen konnten!

Ergebnisübersicht der U14

 

Ausführlicher Bericht mit vielen

Fotos im nächsten SACHSENJUDO !

Lutz Pitsch

Platz 3 für die sächsischen Judoka bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren in Bonn

Bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren in Bonn am 10. Juni 2007 belegten die Judoka des Judoverband Sachsen mit 5 Gold-, 4 Silber- und 2 Bronzemedaillen hinter Nordrhein-Westfalen und Bayern einen guten 3. Platz. Knapp 300 Aktive der Altersklassen über 30 Jahre waren der Einladung zur Meisterschaft in die Bonner Hardenberghalle gefolgt. Insgesamt gingen 242 Männer und 50 Frauen auf die Matte. Auch diesmal waren die Teilnehmerfelder in den einzelnen Gewichts- und Altersklassen sehr unterschiedlich besetzt, so dass vor allem die älteren Jahrgänge zu Freundschaftskämpfen zusammengelegt wurden. Die Teilnehmerzahl ist vergleichbar mit der Meisterschaft vorigen Jahres in Landshut, obwohl in diesem Jahr viele Athleten mit Rücksicht auf die Senioren-WM in drei Wochen in Kanada abgesagt hatten. Neben vielen bekannten Gesichtern finden immer mehr Judoka über 30 Jahre Gefallen an diesem Turnier.
Foto: Jürgen Kümpfel
Den Organisatoren sei an dieser Stelle ein Lob ausgesprochen. Auf Grund der Erfahrungen der letzten Jahre konnte der Ansturm auf die Akkreditierung und das Wiegen sehr gut bewältigt werden. Auf einem teilweise technisch hohen Niveau fanden die Kämpfe auf vier Tatamis statt, was sich positiv auf die Wettkampfdauer auswirkte.
Vor allen die sächsischen Frauen sorgten für das gute Abschneiden des JVS bei der Meisterschaft. In der F2 bis 70kg siegte Daniela Huber, in der F3 bis 52kg ging der Titel an Heike Pink, Evelyn Kleiner holte Gold in der F4 bis 63kg und Jutta Ludwig in der F6 bis 70kg. Die Silbermedaillen gingen an Gisela Sachse (F2 bis 78kg) und Petra Rank (F4 bis 52kg). Bronze holte Sabine Ludwig in der F2 bis 63kg.

Bei den Männern siegte Thomas Münch in der Altersklasse M1 bis 66kg. Silber ging an Rene Pröger (M2 bis 100kg) und Jochen Leschke (M8 bis 90kg). Ramon Pink errang in der M3 bis 81kg den 3. Platz.

r.p.

Außerordentliche Mitgliederversammlung des Judoverbandes Sachsen e.V. beschloss neue Mitgliedsbeiträge ab 01.01.2008

Die Mitglieder des Judoverbandes Sachsen e.V. trafen sich am 09.Juni 2007 zu einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung. Die Veranstaltung wurde im Kinosaal des PSV Leipzig durchgeführt. Trotz einer Reihe von Terminüberschneidungen an diesem Wochenende konnte der Präsident des JVS, Dr.Hans-Jürgen Ulbricht zahlreiche Vertreter der sächsischen Judovereine sowie eine Reihe von Gästen begrüßen. Unter den Gästen der Leiter des Olympiastützpunktes Leipzig, Dr.Winfried Nowack, der Bundestrainer der Frauen, Norbert Littkopf und die Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von Athen 2004, Annett Böhm.

Nach Eröffnung und Begrüßung sowie einem Grußwort des Leiters des Olympiastützpunktes konnte Präsident Dr.Hans-Jürgen Ulbricht, unterstützt von der Leiterin des Sportamtes der Stadt Leipzig, Frau Kerstin Kirmes, verdienstvolle Sportfreunde des Verbandes auszeichnen. Jeweils für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Übungsleiter und Trainer wurden mit dem 3.Dan die Sportfreunde Werner Dressel (TSG Oederan) sowie Klaus Ernst (JC Arashi Dresden) geehrt. Jörg Pawlasseck (SV Motor Mickten) wurde für seine Tätigkeit mit der Ehrennadel des Verbandes in Silber geehrt.

 Dr. Hans-Jürgen Ulbricht erstattete den Bericht des Vorstands des JVS, wies dabei bereits auf die Herausforderungen der nächsten Jahre hin. Die drei Sportbezirke zeichneten Ergebnisse ihrer Arbeit auf, die sich seit der Veränderung der Regionalstruktur – früher fünf Regionen – ergaben.

Der Sportkoordinator des Verbandes, Lutz Pitsch, erläuterte den vorliegenden Antrag des Vorstandes des Verbandes zur Erhöhung des Mitgliedsbeitrages. Die Weiterentwicklung des Verbandes, die Stabilisierung der Trainings- und Wettkampfsysteme in allen Altersklassen, die Entwicklung der zentralen und regionalen Aus- und Fortbildung, aktive und passive Mitglieder spielten dabei ebenso eine Rolle wie die Erhöhung des Beitrages durch den DJB.  In der Diskussion wurde das für und Wider des vorliegenden Antrages des Vorstandes von Delegierten und Gästen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln dargestellt.

Nach Abschluss der Diskussion erfolgte die Abstimmung der Delegierten zum Antrag des Vorstandes, die sich mit einer Mehrheit von 78% für die Erhöhung des Beitrages zum 01.01.2008 aussprachen. Damit beträgt ab dem nächsten Jahr der Jahresbeitrag für die aktiven Mitglieder des Verbandes 15,00 € und für die passiven Mitglieder 5,00.

Dr.Hans- Jürgen Ulbricht bedankte sich in seinem Schlusswort für die Unterstützung durch die Vereine als eine Investition in die Zukunft. Mit dem Beschluss wurden wesentliche Voraussetzungen für eine stabile Weiterentwicklung des Verbandes in allen Bereichen gelegt.

Das parallel zur Mitgliederversammlung durchgeführte offene Stützpunkttraining unter Leitung von Dr.Frank Schiller wurde von 70 Judoka der U14 genutzt.

Für beide Veranstaltungen schafften die fleißigen Helfer des PSV Leipzig ein hervorragendes Umfeld, von den Räumlichkeiten bis zur Verpflegung. Auch von dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön!

Ausführlicher Bericht zur Außerordentlichen Mitgliederversammlung auch im nächsten SACHSENJUDO.

Josefine Vostry gewinnt Internationales Judo-Turnier Tre Torri in Italien

Frank Dedek wird 2.

Beim internationalen B-Turnier in Porto Sant`Elpidio erkämpfte die aus Thüringen nach Leipzig gewechselte Josefine Vostry in der Gewichtsklasse –78 kg den Turniersieg. Neben einem weiteren Finalplatz durch Frank Dedek (JC Leipzig) in der Gewichtsklasse –90kg gab es eine Reihe weiterer Platzierungen für den Judoverband Sachsen. Besonders erfreulich der 5.Platz des Kamenzer Renè Kirsten, der damit eine weitere Leistungsentwicklung nachweisen konnte. Weitere 5.Plätze erkämpften unter der Betreuung von Bundesstützpunkttrainer Haiko Seidlitz - 52 kg  Maria Schneehardt, - 73 kg Norbert Fleischer und bis 100 kg Manuel Viehweg.

Lutz Pitsch

Zwei Bronzemedaillen für die Frauen u20 des JVS bei IDEM in Berlin

Siegerehrung Maria Schunke

Maria Schunke vom SV Leipziger Löwen (-78kg) und Simone Daher vom CPSC BUDO (+78kg) erkämpften am Wochenende (02./03.06.)bei den Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaften jeweils ein Bronzemedaille.


Maria Schunke gewann mit einer sehr guten Leistung in der Hoffnungsrunde ihre Kämpfe gegen die Russin Olga Tuchkova und die Österreicherin Nadin Pichler ebenso wie den Kampf um Bronze gegen die starke Russin Regina Kapaeva jeweils mit Ippon. Ihren Auftaktkampf hatte sie gegen die Holländerin Karin van Dijk, die ebenfalls Dritte wurde, verloren.

Siegerehrung Simone Daher
Simone Daher gewann gegen Gülnur Erenerdi (Türkei) und Julia Pfeiffer (Österreich) durch entscheidende Wertungen jeweils kurz vor Kampfende. Den Einzug in das Finale verlor sie gegen die Russin Ksenia Chibisova um dann im Kampf um Bronze einen Yuko-Rückstand aufzuholen und mit großem Kampfgeist die Medaille zu erkämpfen.

Herzlichen Glückwunsch

Bei den Jungen u20 war der 7.Platz des mit Sicherheit für die Europameisterschaften in Prag im Oktober nominierten Denis Herbst die beste Platzierung.

Alle Ergebnisse, Listen unter:www.german-judo.de

Text und Fotos : Lutz Pitsch

Mai

Annett Böhm gewinnt Super World Cup in Moskau !

Nach dem 5.Platz in Dänemark zeigte sich die Glauchauerin Annett Böhm (JC Leipzig) beim Super World Cup in Moskau erneut von ihrer starken, diesmal von ihrer besten Seite!

Im Rahmen der Olympiaqualifikation, in der sie ja auch bei der Weltmeisterschaft im September in Rio de Janeiro konnte sie wertvolle Punkte sammeln und liegt auf Olympiakurs. In Moskau konnte sich Annett im gut besetzten Feld mit 24 Judo-Frauen in der Gewichtsklasse -70 kg durchsetzen.

Nach Siegen über Kazantseva (Russland), Pitzanti (Italien), Chollet (Frankreich) und Meszaros (Ungarn) im Kampf um den Einzug in das Finale konnte sie dann im Kampf um den Turniersieg die Italienerin Barberie mit Ippon bezwingen.

Herzlichen Glückwunsch !

Einen 7.Platz erkämpfteBjörn Bachmann (JC Leipzig) in der mit 33 Judoka stark besetzten Gewichtsklasse -90kg. Nach einem Auftaktsieg gegen Siomachkin (Russland) unterlag er Olympiasieger Iliadis (Griechenland), schlug in der Hoffnungsrunde Bachirov (Asserbaidshan) und Dafreville (Frankreich) bevor er dem starken Engländer Gordon unterlag. In dieser Gewichtsklasse wurde der Berliner Michael Pinske, der in der Bundesliga in Rodewisch kämpft, 5.

Alle Ergebnisse, Wettkampflisten und viele Fotos auf: www.eujudo.com

März

Denis Herbst (JC Leipzig) wird souverän Deutscher Meister der U20 in Frankfurt/Oder!

Silbermedaille erkämpft Simone Daher vom CPSC BUDO. Dreimal Bronze für den JVS erreichten Melanie Gerber, Anne Ritt und Marcel Graf (alle JC Leipzig). Fünf 5.Plätze und zwei 7.Plätze runden das gute Gesamtergebnis des JVS ab!

Die Platzierungen im Überblick :

Deutscher Meister Denis Herbst  JC Leipzig
2.Platz  Simone Daher  CPSC BUDO 
3.Platz Melanie Gerber JC Leipzig
3.Platz Anne Ritt  JC Leipzig
3.Platz   Marcel Graf  JC Leipzig>
5.Platz Lisa Hartmann PSV Leipzig
5.Platz Mareike Schröter Delitzscher Sportfüchse
5.Platz Simon Yacoub JC Leipzig
5.Platz Paul Schmidt JC Leipzig
5.Platz Henry Badeda VfL Riesa 
7.Platz Tina Hohlefeld  PSV Kamenz
7.Platz Theresa Holonics JC Leipzig
7.Platz Maria Schunke  Leipziger Löwen
Deutscher Meister: Denis Herbst (-100 kg)
Herzlichen Glückwunsch dem Deutschen Meister Denis Herbst aus Taucha, der Deutschen Vizemeisterin Simone Daher und den Gewinnern der Bronzemedaille sowie den Platzierten, ihren Trainern und Übungsleitern sowie Vereinen.

Alle Ergebnisse, Wettkampflisten, Fotos und weitere Informationen unter: www.judobund.de und www.german-judo.de.

Ausführlicher Bericht im nächsten SACHSENJUDO!

 

Offene Internationale Sächsische Oldiemeisterschaft 2007 – ein voller Erfolg! (17.03.2007)

7 Goldmedaillen für den JVS bei den Internationalen Sächsischen Oldiemeisterschaften

Der JSV Werdau veranstaltete zum 3. Mal in Folge (die erste Meisterschaft fand in Riesa statt) im Auftrag des JVS die Internationale Sächsische Oldiemeisterschaft in der Sporthalle in Langenhessen. Nachdem die Beteiligung in den ersten zwei Jahren bei ca. 30 Judokas lag, hat diese Veranstaltung - auch auf Grund der massiven Internetpräsenz - deutlich an Attraktivität gewonnen. In diesem Jahr stieg die Teilnehmerzahl auf über 70 Aktive an. Die Kämpfe wurden vor zahlreichen Zuschauern auf 2 Matten durchgeführt. Die Judoka kamen aus insgesamt 9 Bundesländern sowie aus Großbritannien. Aus deutscher Sicht waren Sportler aus 49 Vereinen am Start. Einige Gewichtklassen waren hart umkämpft, besonders die mittleren (-73 kg, -81 kg und -90 kg), was auch die Teilnehmerzahl von minimal 6 Kämpfer pro Gewichtklasse unterstrich. Diese Meisterschaft stand auf einem hohen technischen Niveau, so wurden 68 Prozent aller Kämpfe auf Ippon entschieden. Am Start waren mehrere Welt- und Europameister der Senioren, u. a. Gabi Moog / SV Hirten, Claudia Rieger / JJJC Neustadt, Marion Borm / TuS Bramsche, Walter Trapp / PSV Duisburg, Jochen Leschke / Lok Chemnitz und Dr. Konrad Mittag / Lok Sömmerda – um nur einige zu nennen.

Sieben sächsische Teilnehmer konnten den Titel erkämpfen, hinzu kamen noch 6 Silber- und 6 Bronzemedaillen. Zur Siegerehrung wurden nicht nur die Platzierten geehrt, es gab auch noch 4 Sonderpreise. Den Pokal für die weiteste Anreise erhielten die Judokas von der Insel - vom Nottingham Judokwai (GB). Als ältester Teilnehmer mit 74 Jahren wurde Dieter Thiele vom JSC Saalfeld geehrt und beste Techniker wurden Gabi Moog (SV Hirten) und Ramon Pink (SV Grimma).

Am Abend trafen sich noch einige Judokas in einer gemütlichen Gaststätte und ließen gemeinsam den Abend ausklingen. Der JSV Werdau würde sich freuen, wenn diese Meisterschaft auch weiterhin in den Judokalendern der alten Meister/innen Beachtung fände.

Köcher

Alle Ergebnisse und viele Fotos auf der Turnier-Internetseite

http://freenet-homepage.de/Saxony-Masters-Judo

Bronzene DEM der Frauen u17

Bei der Deutschen Einzelmeisterschaft der Frauen unter 17 Jahren in Rüsselsheim präsentierten sich der Leipziger Nachwuchs wie schon im vergangenen Jahr sehr erfolgreich.
Mit Svea Schwäbe (bis 44 kg), Susi Schreiter (bis 52 kg) und Anne Ritt (bis 63 kg) konnten gleich drei JCL-Mädchen eine Bronzemedaille erkämpfen.
Die EM-Dritte des vergangenen Jahres, Svea Schwäbe, musste sich in ihrer neuen Gewichtsklasse nur denkbar knapp mit 1:2 Kampfrichter-Entscheid nach Golden Score der späteren Siegerin Mihrisah Tetik aus Züttlingen (Württemberg) geschlagen geben. Ihre anderen vier Kämpfe gewann sie vorzeitig.
Susi Schreiter macht es ihrer Kollegin aus der 44-Kilo-Klasse nach und konnte ebenfalls mit vier ungefährdeten Ippon-Siegen Bronze erkämpfen. Auch sie musste sich nur im Halbfinale der späteren Meisterin Sarah Kristen vom VfL Sindelfingen (Württemberg) beugen. Beide Schützlinge von Landestrainer Markus Jähne wurden für das Turnier der Nationalmannschaften in Tver (Russland) Anfang April nominiert. Damit haben sie die Chance, an der Jugend-EM auf Malta und am Europäischen Olympischen Jugendfestival in Belgrad teilzunehmen.
Eine Freude für ihren Trainer war auch Anne Ritt (63-kg-Limit). Mit nur einer Niederlage und fünf Ippon-Siegen erkämpfte sie sich ebenfalls Bronze. Komplettiert wurde das starke Auftreten der Leipziger durch den fünften Platz von Maria Zimmermann (bis 48 kg). Sie konnte mit drei vorzeitigen Ippon-Siegen bis ins Halbfinale vordringen, wo sie dann von der späteren Meisterin Katrin Prill, Crocodiles Osnabrück (Niedersachsen) gestoppt wurde. Im Kampf um Bronze musste sie gleich zu Anfang eine Wazaari-Wertung hinnehmen, die sie dann nicht mehr wettmachen konnte.
Die anderen Starterinnen für den JVS konnten nicht in die Kämpfe um die Plätze eingreifen und schieden vorzeitig aus.
Es war wiederum deutlich zu sehen, dass nur Sportlerinnen auf nationalem Niveau mithalten können, die konsequent den leistungssportlichen Weg gehen und alle Möglichkeiten am BSP Leipzig nutzen.
Alles in allem war es ein beeindruckender Auftritt mit immerhin 3 Medaillen für die Kader des JVS, auch wenn in diesem Jahr (bisher) noch kein Titel erkämpft werden konnte.

Markus Jähne
Landestrainer Fu17

Feburar

Annett Böhm gewinnt die Silbermedaille
beim international sehr stark besetzten Otto-World-Cup in Hamburg

Ausgezeichneter 5.Platz durch Anja Wagner (JC Leipzig)

Beim mit über 500 Judoka aus 60 Ländern hervorragend besetzten Wettkampf der höchsten europäischen Kategorie gab es für die Glauchauerin Annett Böhm (JC Leipzig) mit dem 2.Platz das herausragende Ergebnis
In Vorbereitung auf die Anfang April in Belgrad stattfindenden Europameister-schaften der Frauen und Männer, die gleichzeitig auch den Auftakt für die Olympiaqualifikation 2008 darstellen, stellte sich Annett in hervorragender Form vor.
Nach Siegen über Ellen Sologashvili (Georgien), Gisele Mendy (Senegal) konnte Annett im Einzug in das Finale die starke Chinesin Haixia Wang mit Yuko für O-uchi-gari bezwingen. Im Finale kämpfte sie gegen die Japanerin Asuka Oka, die bereits im vergangenen Jahr in Hamburg den zweiten Platz erkämpfte. Die spannende Auseinandersetzung ging nach den fünf Minuten Kampfzeit in das Golden Score, wo Annett dann einen Koka abgeben musste. Somit 2.Platz - ein Top-Ergebnis.
Einen ausgezeichneten 5.Platz erkämpfte Anja Wagner (JC Leipzig). Die Thüringerin, die seit 2005 am Bundesstützpunkt Leipzig trainiert, startete hervorragend in den Wettkampf. Im Auftaktkampf setzte sich Anja mit einem Wazari im Golden Score gegen die Brasilianerin Vanina Ishii durch. Im zweiten Kampf gewann sie mit zwei Yuko-Wertungen gegen Iouletta Boukouvala (Griechenland). Den dritten Kampf stand Anja der Norwegerin Esther Myreboe gegenüber, die sie mit Wazari für eine Beinfassertechnik besiegen konnte.Im Kampf um den Einzug in das Finale stand ihr die Gewinnerin der Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 2003 in Osaka, Anna von Harnier (SV Böblingen) gegenüber, der sie nach starkem Kampf mit Yuko unterlag. Im Kampf um den 3.Platz war die amtierende Europameisterin Elisabeth Willebordse (Niederlande) ihre Kontrahentin, der sie auch eine Wertung abnehmen konnte, aber dann am Boden in einen Hebel geriet.
Einen 7.Platz gab es für Björn Bachmann (JC Leipzig) in der Gewichtsklasse -90kg. Nach Siegen über Tobias Larsson (Schweden) und Tentore Masmanidis (Griechenland) unterlag er dem Europameister Pershin (Russland), konnte in der Hoffnungsrunde gegen den Usbeken Ramziddin Saydow mit einem spektakulären Seoi-nage vorzeitig gewinnen. Mit einer Niederlage gegen den starken Japaner Saito beendete er das Turnier mit einem sehr guten 7.Platz.

Alle Ergebnisse, Listen, sowie viele Fotos und Informationen unter:

www.judobund.de

Lutz Pitsch

Johannes Herzig (-66kg) wird Zweiter beim hochklassig besetzten Turnier in Visé / BEL:

Januar

Zu Beginn des Jahres 2007 wurden zwei Sportfreunde des Sportbezirkes Dresden
auf Vorschlag ihrer Vereine durch den Judoverband Sachsen e.V. ausgezeichnet.

JVS-Vizepräsident Helmuth Müller und
Kampfrichterreferent Robert Höhne
überreichten die Auszeichnung
Im Rahmen des zentralen Kampfrichterlehrganges des Verbandes wurde Jörg Reichelt von der HSG Turbine Zittau mit dem 3.Dan geehrt. Jörg Reichelt ist langjährig als Übungsleiter und Kampfrichter aktiv und jederzeit einsatzbereit. Seit 2004 besitzt er die DJB-A-Lizenz und ist  in seinem Verhalten und Auftreten für viele Sportfreunde ein Vorbild.

Lutz Pitsch, Sportkoordinator des JVS,
hat die Ehrennadel des Verbandes
an Andreas Seifert vom PSV Kamenz überreicht. 

Während der Eröffnung der Landesmeisterschaften der U17 in Bischofswerda wurde durch den Sportkoordinator des Verbandes, Lutz Pitsch, im Auftrag des Vorstandes die Ehrennadel des JVS in Silber an Sportfreund Andreas Seifert vom PSV Kamenz überreicht.

Andreas Seifert ist seit 20 Jahren als Übungsleiter im Verein tätig, führte die Abteilung Judo des PSV Kamenz seit 15 Jahren. Neben seiner Tätigkeit als stellv. Vorsitzender des Vereines arbeitete er auch in der Leitung des Sportbezirkes Dresden aktiv mit. Andreas Seifert hat maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Vereines PSV Kamenz.